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Ob Vermittler oder Zeitarbeit, ist doch beides das Gleiche!

Thorsten F aus Stuttgart

Der Unterschied ist, dass Sie bei der Zeitarbeit bei der Zeitarbeitsfirma angestellt sind. Bei der Personalvermittlung werden Sie dagegen vom Personaldienstleister fest an ein Kundenunternehmen vermittelt und sind dort fest angestellt - unbefristet ohne wiederkehrenden Vertragsverlängerungen die so oder so ausgehen können.


Wenn ich ein Stelle Online sehe reicht es aus, wenn ich kurz schreibe, dass ich Interesse habe- die melden sich dann schon!

Sabriana M. aus Düsseldorf

Ganz im Gegenteil!

Ob ein Recruiter 30 oder 60 Sekunden für jeden Lebenslauf hat - wenn Sie einen schlecht formatierte Bewerbung abschicken, noch dazu ohne lückenlose Angaben - auch zur Person,  können Sie sicher sein, dass sie nach einem flüchtigen Blick im Papierkorb landet.

Das Unternehmen macht sich die Mühe die Stelle so anschaulich wie möglich zu verfassen, damit sich potenzielle Bewerber ein Bild von den Rahmenbedingungen machen können. Daher kann man auch vom Bewerber durchaus erwarten, dass dieser sich zumindest so viel Mühe macht und einen tabellarischen Lebenslauf zu übersenden. Nur so kann sich der Personalverantwortliche einen ersten Eindruck von den Qualifikationen des Kandidaten verschaffen. Muss ein Personaler erst einmal versuchen den Kandidaten zu erreichen, was in der Regel nicht gleich bei den ersten Anläufen klappt, auf eventuelle Rückmeldungen warten um dann mühsam den Werdegang zu erfragen ist das nicht nur zeitraubend sondern schlichtweg Aufgrund der Vielzahl von Bewerbern die sich ordentlich bewerben, nicht machbar. 

Bei Stellen die zeitnah zu besetzen sind und zudem hohen Zulauf haben, macht sich niemand diese Mühe- wozu auch!

Eine Bewerbung ist ähnlich wie ein Brief, ein Aushängeschild des Interessenten - mit einer formlosen Nachricht wie "...ich habe Interesse", springt kein Personaler vom Hocker um gerade Sie zu rekrutieren! Im Zweifelsfall wird diese Art der "Bewerbung" nicht einmal beantwortet!


Egal wo man sich bewirbt, man muss oft wochenlag warten und bekommt mit Glück dann irgendwann mal ein Absage- ohne Infos warum man abgelehnt wurde.

Zylos G aus Wuppertal

Gute Vermittler kontaktieren den Interessenten gleich nach Erhalt der Bewerbung oder senden zumindest einen kurze Nachricht, dass die Bewerbung eingegangen ist. Damit sind nicht die standardisierten E-Mails gemeint die lediglich bestätigen, dass man die richtige E-Mail-Adresse verwendet hat und die Unterlagen angekommen sind.

Ich meine eine persönliche E-Mail, in der sich für die Bewerbung und das damit entgegengebrachte Vertrauen bedankt wird und in der man gleich einen Termin nennt oder um Terminvorschläge für ein Telefonat bittet.

Nach diesem Erstgespräch wird wenn alles passt, ein Bewerber-Dossier vom Vermittler gefertigt. Hier werden die Qualifikationen und der persönliche Eindruck, gepaart mit Abschluss und Arbeitszeugnissen formuliert und zusammengefasst und dann an den Auftraggeber des Vermittlers übersendet, der sich dann wiederum direkt an den Bewerber wendet um einen persönlichen Gesprächstermin zu vereinbaren. Danach erfolgt, wenn alles passt, in der Regel der Arbeitsvertrag. 

Länger als 1 Woche sollte dieser Prozess nicht dauern!


Im persönlichen Vorstellungsgespräch habe ich andere Zahlen und  Daten erhalten wie im Gespräch mit dem Vermittler. Das Gehalt lag deutlich unter den Angaben des Vermittlers und vieles mehr. Da wird erst einmal gelockt und dann die Not der Jobsuchenden ausgenutzt.

Maris G aus Cottbus

Zuerst einmal- kein Jobsuchender ist in Not, denn es fehlen hunderttausende Arbeitskräfte auf dem deutschen Arbeitsmarkt und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Ich spreche hier nicht nur von den Fach -und Führungskräften.

Bezugnehmend auf fehlerhafte Angaben muss ich leider sagen, dass ich diese Erfahrung selbst schon habe machen müssen. Es ist nicht das Verschulden des Vermittlers wenn so etwas höchst unerfreuliches passiert.

 

Beispiel:

Ein Unternehmen sucht Mitarbeiter und entscheidet sich für einen Personalvermittler. Also werden alle Details zur Stelle detailliert besprochen und Angaben zum Gehalt und sonstigen Benefits peinlich genau notiert. Dann wird ein Vermittlungsvertrag geschlossen und der Personaler macht sich auf die Suche. Immer im Gepäck die Anforderungen wie auch die Benefits des Auftraggebers.

 

Hat der Personalvermittler eine Kandidaten gefunden folgt das so genannte 

Erstgespräche, dass auch schon einmal eine Stunde dauern kann.  Hauptbestandteil sind alle Stellenmerkmale wie Arbeitszeit, Provisionen, Gehalt und sonstige Benefits wie Anforderungen- die vom Auftraggeber des Personalvermittlers zuvor (wie gesagt) festgelegt wurden.

Viel Mühe und viel Zeit für beide Seiten. 

Der Personalvermittler erfährt erst von einer Einstellung, wenn ein Arbeitsvertag unterschrieben wird und nicht selten kommt diese Info nur sehr zögerlich. Wenn also der Bewerber sich nach dem persönlichen Gespräch mit dem Unternehmen selbst, sich nicht mehr bei Vermittler meldet, erfährt dieser in der Regel nicht, was im persönlichen Gespräch alles besprochen wurde.

Der Vermittler hat also keine Chance zu erfahren ob der Bewerber einen Vertrag unterschrieben hat weil alles gepasst hat, oder weil er vor lauter Verzweiflung doch das niedrige Gehalt in Kauf genommen hat usw....! 

 

Ich sage meinen Bewerben immer, das Sie sich bei jeder noch so kleine Unstimmigkeit umgehend bei mir melden sollen- doch letzten Endes bleibt das jedem selbst überlassen. 

 

Personalvermittler haben es gar nicht nötig zu lügen um Kandidaten den Job schmackhaft zu machen. Andersherum läuft der Hase, wie man so schön sagt.

Der Vermittler legt die Bedingungen vor, der Kandidat muss diese Aufgrund von Qualifikationen erfüllen- da gibt es nichts schönzureden- das würde den Prozess ad absurdum führen.  

Ich rate jedem Bewerber sofort den Vermittler zu verständigen wenn in einem persönlichen Gespräch, Gehaltszahlungen und sonstige Benefits geschmälert werden. Unterzeichen Sie in keinem Fall solche Verträge- Ihr Vermittler hat mehr als einen Auftraggeber und wird Sie mit Sicherheit bei einem geradlinigen und vertrauenswürdigen Unternehmen unterbringen können, das es nicht nötig hat mit solchen unwürdigen Praktiken an Arbeitnehmer zu kommen- die zudem nie lange bleiben. 

Ich als Personalvermittlerin kündige solche Verträge mit dieser Art von Unternehmen sofort auf und mit Sicherheit liefere ich kein weiteres Personal - versprochen.

In naher Zukunft wird sich hier die Spreu vom Weizen trennen. Es fehlen willige Arbeitskräfte in fast allen Branchen. Arbeitnehmer sollten wissen was Sie wert sind und sich zu keinem Zeitpunkt unter Wert verkaufen, aber auch wem Sie vertrauen und auf wen sie bauen können. Unternehmen die den Wert ihres Personals nicht beachten, ausnutzen und dann auch noch den Preis drücken werden sich nicht lange halten- es sei denn Sie nehmen eine hohe Personalfluktuation hin. Leider gibt es noch zu viele Personalvermittler die auf dieser Schiene fahren- aber auch nicht mehr so lange, wie diese denken!

 


Ich bin übergewichtig und habe jedes Mal das Gefühl, das ich nicht ernst genommen werde bei Vorstellungsgesprächen. Nicht ein Gespräch ohne zuvor dutzende abwertende Blicke. dabei heißt es doch immer das rein nach Qualifikation gegangen wird.

Ich habe einen Bachelor und dennoch werden die genommen die hübsch aussehen, auch wenn sie nicht mal im Ansatz so qualifiziert sind wie ich- das weiß ich aus Gesprächen mit anderen Bewerbern die vor mir dran waren und das Büro des Chefs mit einem Lächeln verlassen haben. Ist das heute so üblich?

Marianne-Sophie H aus München

In keinen Fall. Das ist auch eine Form der Diskriminierung die wirklich widerwertig ist,  aber leider auch eine, die eben sehr schwer nachzuweisen ist. 

Es gibt diverse Studien die leider gezeigt haben, das Bewerber die der Norm entsprechen, zweimal öfter eingestellt werden, als Bewerber die es nicht tun. Wobei ich es schon zweifelhaft finde, überhaupt eine "Norm" im stillen Kämmerlein zu erarbeiten!

Diese Studien sind allerdings älter als 10 Jahre und mittlerweile hat sich viel getan. Die Meschen sind toleranter geworden und die beharrlichen Wiederholungstäter werden immer wieder und immer härter eines Besseren belehrt- was ich sehr gut finde. In diesen Studien ging es aber nicht nur um Übergewicht sondern um das allg. Erscheinungsbild.  

Große und namhafte Firmen machen keinerlei Unterschiede im Erscheinungsbild sondern gehen nach Persönlichkeit und Qualifikation. Daher rate ich jedem sich auch auf Positionen in großen Unternehmen zu bewerben. Keine Angst vor dem Schatten den diese Unternehmen werfen- denn die nutzen Ihre Zeit für den Fortschritt und halten sich mit Nebensächlichkeiten wie Aussehen erst gar nicht auf. 
Ich selbst habe noch nie erleben müssen, das einer meiner Kunden einen Bewerber Aufgrund eines Übergewichtiges oder sonstiger vermeintlicher Makel im Erscheinungsbild abgelehnt hat. 

TIPP: Bevor du dich bei einem Unternehmen bewirbst schaue dir die Bewertungen an- oder die Website- mit Glück ist ein Firmenevent drauf- auf den Bildern kannst du sehen ob alle gleich aussehen oder Vielfalt vorherrscht.